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Besiedlung



Schon in frühgeschichtlicher Zeit muß der Dolmar eine bedeutsame Rolle gespielt haben.

Für die Kelten, die ihren festen Sitz auf der Steinsburg bei Römhild hatten, stellte er eine Vorpostenstellung gegen die in Norden vordringenden Germanen dar.
Die Kelten hatten auf dem Dolmar eine ovale Fläche von ca. 7,3 ha mit zwei Ringwällen umgeben, die auch heute noch gut zu erkennen sind und als geschütztes Bodendenkmal eingestuft wurden.
Auch der Namen DOLMAR hat keltischen Ursprung, doll = Langhügel und mar = groß.
Die These der Besiedlung des Dolmars durch die Kelten ist bis heute umstritten.
Besiedelt waren aber die Dolmarhänge. Die vielen Quellen rund um den Dolmar stellten bevorzugte Orte dar.
Doch von den Ortschaften bzw. Siedlungen, wie Ober - und Untertholmarsdorf, Taubendorf, Diemarshayn, Schwadendorf und Tränkried sind bis auf Kühndorf und Utendorf nur noch Reste übrig.
Auftretender Wassermangel, Ritterfehden und Bauernkriege führten zu ihrem Untergang.
In einer Urkunde aus dem Jahre 1315 wird eine Bebauung des " Bergk Tholmar "erwähnt. Gesicherte Bebauungsnachweise finden sich ab 1668, als der Herzog Moritz von Sachsen - Naumburg ein Jagdschloß auf dem Dolmar bauen ließ. 
Auf der Grundlage von Ackerbau und Viehzucht entwickelten sich die Dolmardörfer zu Siedlungsstätten mit ansehnlicher Einwohnerzahl.
Bei günstiger Witterung konnten trotz überwiegend flacher Ackerkrume genügend Ernteerträge erzielt werden, um die bäuerlichen Familien zu ernähren.
Um notwendige Anbauflächen zur Verfügung zu haben, reichten diese bis an den Waldrand des Dolmar in 600 m Höhe. 
Schafherden beweideten die Großflächen am Hang des Dolmars. Auch der Holzreichtum der Wälder am Dolmar gab den Familien zusätzlich Einkünfte.
In der Folge der Land- und Forstwirtschaft hatten sich Handwerker wie Stellmacher, Tischler, Schmiede, Klempner, Böttcher, Sattler und Weber angesiedelt. Kühndorf hatte schon um 1600 etwa 700 Einwohner.
Unter preußischer Herrschaft ab 1815 bildeten sich Domänen als große landwirtschaftliche Betriebe heraus. Viele Landarbeiter wurden hier beschäftigt. Als Ende des 19. Jahrhunderts in Suhl und Zella-Mehlis Fabriken für Metallwaren gegründet wurden, nahmen viele Anwohner des Dolmars dort die Arbeit auf.
Die Einwohnerzahl der Region wuchs ständig, so das im 20. Jahrhundert die Dolmardörfer Schwarza, Kühndorf und Rohr je über 1000 Menschen zählten.
Wegen der Nähe zu den Städten Meiningen, Schmalkalden, Zella-Mehlis und Suhl haben sich bis in die Gegenwart hinein blühende Dörfer entwickelt.